Scheidung haus verkaufen

Haus nach Scheidung verkaufen? Gute Lösung für beide Seiten

Eine der Möglichkeiten, mit dem Haus während der Scheidung umzugehen, besteht darin, es zu verkaufen und den Erlös aufzuteilen.

Wenn keiner der beiden Ehegatten im Haus der Familie bleiben möchte oder wenn keiner der beiden es sich leisten kann, können Sie die Immobilie auf den Markt bringen und versuchen, den bestmöglichen Preis dafür zu erzielen. 

Denken Sie daran, dass Sie vor der Aufteilung des Verkaufserlöses den Kredit abbezahlen müssen. Außerdem müssen Sie eine eventuell anfallende Spekulationssteuer zahlen. Diese Kosten sind der große Nachteil des Verkaufs.

Ein weiterer Nachteil ist die Notwendigkeit, die Kinder zu entwurzeln, und sie aus Ihrem gewohnten Lebensumfeld zu entreißen.

Aber es gibt auch Vorteile. Beide Ehegatten erhalten Geld für einen Neuanfang, und es kann Ihnen helfen, einen sauberen Schlussstrich zu ziehen.

Sobald Sie sich zum Verkauf entschlossen haben, steht Ihnen ein langwieriger bevor, der eine Reihe von Projekten umfasst. 

Jedes dieser Projekte ist auch im besten Fall mit harter Arbeit verbunden, und der emotionale Umbruch, den eine Scheidung mit sich bringt, macht es nicht einfacher.

Wem gehört das Haus eigentlich?

Möchten Sie Ihr Haus vor der Scheidung verkaufen, können die Dinge auf eine dieser drei Arten ablaufen:

  • Ein Ehegatte bezahlt den anderen aus und behält das Haus
  • Ein Ehegatte darf das Haus für einen bestimmten Zeitraum nutzen und bewohnen, zum Beispiel bis das jüngste Kind 18 Jahre alt wird; danach wird das Haus verkauft
  • Das Haus wird sofort verkauft und das Eigenkapital wird aufgeteilt.

Wer bei einer Scheidung das Haus bekommt, ist von Scheidung zu Scheidung unterschiedlich.

Jedes der oben genannten Szenarien kann auf unterschiedliche Weise ablaufen, je nachdem, wie kooperativ oder eben auch nicht die Scheidung verläuft. 

Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, die Sie in Betracht ziehen sollten, wenn Sie über die Zukunft eines Hauses verhandeln.

1. Teilen Sie die vorhandenen Vermögenswerte auf

Wenn Sie und Ihr Ehepartner über mehrere große gemeinsamen Vermögenswerte verfügen, können Sie sich darauf einigen, diese Vermögenswerte aufzuteilen

Auf diese Weise ist jeder von Ihnen Eigentümer von Vermögenswerten, die ungefähr gleich viel wert sind.

Dabei muss es sich nicht unbedingt um Immobilien handeln. Eine Person kann zum Beispiel das Haus der Familie behalten, während die andere die Aktien erhält.

Die Aufteilung großer Vermögenswerte kann eine schnellere Möglichkeit sein, eine Scheidung abzuschließen. Da Sie nicht auf den Verkauf einer Immobilie warten oder lange darüber verhandeln müssen, wer den größeren Anteil an einem Haus bekommt. 

Sie müssen zwar immer noch über den Wert jedes großen Vermögenswerts verhandeln, um eine gerechte Einigung zu erzielen. 

Sie müssen sich aber nicht mit dem Stress herumschlagen, der mit dem Verkauf eines Hauses während einer Scheidung verbunden ist. Darum können Sie dies auch viele Jahre in der Zukunft noch machen.

2. Zahlen Sie Ihren Partner aus beim Scheidung

wollen Sie oder Ihr Partner bei der Scheidung das Haus nicht verkaufen? Dan kann jeder von Ihnen dem anderen seine Anteile abkaufen

Der Kaufpreis kann mehr oder weniger die Hälfte des Marktwerts betragen. Es ist abhängig je nachdem:

– Wie hoch das Einkommen beider Parteien ist.

– Welchen finanziellen Beitrag sie zur Immobilie geleistet haben

– Wie hoch das Ertragspotenzial des Hauses ist. 

Wenn Sie keine Lust auf ein Hin und Her haben, können Sie sich auf die Hälfte des Marktwerts der Wohnung einigen.

Lassen Sie das Haus von einem Immobilienexperten oder einem professionellen Gutachter vor dem Verkauf bewerten.

3. Gründen Sie nach der Scheidung eine Firma

Eine Teilung der Immobilie kommt in Betracht, sofern es möglich ist, das Eigentum in Wohnungseigentum aufzuteilen. Hierüber müssen beide Ehegatten sich verständigen. 

Zu denken wäre hier zum Beispiel an ein Mehrfamilienhaus mit mehreren Wohnungen, die durch eine Teilungserklärung in mehrere Eigentumswohnungen umgewandelt werden können.

Das Wohneigentum wird dabei in baulich voneinander abgeschlossene Einheiten umgebaut und anschließend gemäß Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) aufgeteilt.

Nach der Teilung in Wohnungseigentum kann jeder Ehegatte durch entsprechende Übertragung einzelner Wohnungen Alleineigentümer werden und diese entweder selbst bewohnen, vermieten oder verkaufen.

Scheidung Haus verkaufen - 3 Gründe

Es gibt drei Hauptgründe für den Verkauf des Hauses bei einer Scheidung.

Finanzielle Gründe

Als Sie das Haus gemeinsam gekauft haben, verfügten Sie möglicherweise über zwei Einkommen, um die Kosten zu decken. 

Kann eine der beiden Parteien den Kredit, die Versicherung, die Grundsteuer und den Unterhalt nicht mit einem einzigen Einkommen bestreiten? Dan ist der Verkauf des Hauses möglicherweise die beste Lösung.

Rechtliche Gründe

In den meisten Fällen hat jede Person zum Kauf des Hauses beigetragen, auch wenn die Anteile nicht 50:50 geteilt wurden. 

Wenn Sie beide das Haus haben wollen, sich aber außergerichtlich nicht einigen können, wer es bekommen soll, wird das Gericht für Sie entscheiden.

Gerichtliche Auseinandersetzungen verlaufen selten so, wie es sich beide Parteien wünschen, und können zu weiteren Feindseligkeiten zwischen den Ex-Ehepaaren führen. Das verkompliziert die Scheidung. 

Die meisten Menschen möchten einen Rechtsstreit vermeiden, daher ist es oft einfacher, sich auf einen Plan zum Verkauf des Hauses bei Scheidung und zur Aufteilung des Erlöses zu einigen.

Haftungsgründe

Wenn eine Partei unbedingt das Haus behalten will, ist es wichtig, sich über die Haftungsrisiken und Schwierigkeiten eines alleinstehenden Hausbesitzers im Klaren zu sein.

Ein Ehepartner hat vielleicht genug Einkommen, um die Hypothek und alle Zahlungen zu übernehmen, aber das bedeutet auch, dass der andere Ehepartner nicht mehr haftet. 

Sie müssen mit der Bank sprechen und das Haus refinanzieren, um sich mit einem einzigen Einkommen für ein Haus zu qualifizieren, das wahrscheinlich mit zwei Einkommen gekauft wurde. 

Der Ehegatte, der das Haus haben möchte, verfügt vielleicht über die nötigen liquiden Mittel, um den anderen auszahlen zu können. 

Der Kreditgeber ist aber möglicherweise nicht damit einverstanden, dass er weiterhin über das nötige Einkommen verfügt, um die erhöhten Zahlungen leisten zu können.

Scheidung Haus verkauf to-do-liste

Der Verkauf eines Hauses während einer Scheidung ist wie jeder andere Verkauf auch. 

Solange es Ihnen nicht in den Fingern juckt, das Haus loszuwerden, sollten Sie in der Lage sein, bei einem Verkauf einen angemessenen Marktwert zu erzielen. 

Immobiliengutachter und -makler können Ihnen dabei helfen, diesen Wert zu ermitteln. Anschließend sollten sich beide Ehegatten genau darüber einigen, wie sie das Geld aus dem Verkauf aufteilen wollen.

1. Wählen Sie einen guten Immobilienmakler

Obwohl es im Allgemeinen in Ordnung ist, ein Haus ohne einen Makler zu verkaufen, ist dies nicht empfehlenswert, wenn Sie sich mitten in einer Scheidung befinden. 

Der zusätzliche Stress ist wirklich nicht nötig. 

Der Immobilienmarkt boomt und es gibt sehr viele Immobilienmakler auf dem Markt. Recherchieren Sie genau und wählen einen Immobilienmakler, der Ihr Haus sicher an den Mann bringt.

2. Einigen Sie sich auf einen preis

Nehmen Sie den Rat des Maklers bezüglich Ihrer Preisvorstellung an – das ist einer der Hauptgründe, warum Sie einen Experten beauftragen, anstatt das Haus selbst zu verkaufen.

Wenn Sie diese Entscheidung dem Makler überlassen, können Sie einen potenziellen Konflikt mit Ihrem Ex-Partner vermeiden. 

Wenn Sie der Meinung sind, dass die Meinung des Maklers wirklich daneben liegt, sollten Sie einen zweiten Experten hinzuziehen.

3. Besichtigungen organisieren

Wenn Sie wegen Scheidung Ihr Haus verkaufen, kann die Vorbereitung auf die Besichtigungen einer der anstrengendsten Teile des Prozesses sein. 

Oft müssen kleinere Reparaturen, Malerarbeiten und Ähnliches erledigt werden, bevor das Haus gezeigt werden kann, und Sie müssen sich einigen, woher das Geld dafür kommen soll. 

Wenn Sie beide zu dem Zeitpunkt, an dem Sie das Haus auf den Markt bringen, ausgezogen sind, können Sie das Haus dem Makler zur Gestaltung überlassen

Wenn einer von Ihnen noch dort wohnt, müssen Sie aufräumen, Unordnung beseitigen und wahrscheinlich einen Teil der Möbel entfernen.

Beispiel Scheidung Haus verkaufen

Schließlich müssen Sie sich überlegen, wie der Erlös aufgeteilt werden soll. Im Allgemeinen sollte das nicht allzu kompliziert sein.

 Die Treuhandgesellschaft kann das Geld verteilen, nachdem Sie alle Verbindlichkeiten für das Haus beglichen und alle anderen Zahlungen geleistet haben, die Sie vereinbart haben.

Wenn ein Ehegatte nach der Trennung Hypothekenzahlungen geleistet hat, hat dieser Ehegatte wahrscheinlich den Hauptbetrag reduziert und das Eigenkapital erhöht. 

Hiermit können sich Abschlusskosten und Verpflichtunge zwischen den Ehegatten aufzuteilende Betrag erhöhen. 

Die Aufteilung sollte angepasst werden, um den Beitrag des zahlenden Ehegatten zu berücksichtigen.

Beispiel

Stellen Sie sich vor, dass zwischen der Trennung und dem Verkauf Ihres Hauses ein Jahr vergeht (kein ungewöhnliches Szenario). 

In dieser Zeit hat Ihr Ehegatte alle Hypothekenzahlungen geleistet und darüber hinaus Unterhalt für Kinder und Ehegatten gezahlt. 

Jeden Monat werden 1.700 € der 2.200 € für Zinsen und 500 € für die Tilgung aufgewendet. 

Das bedeutet, dass Ihr Ehepartner im Laufe des Jahres die Tilgungsrate Ihres Kredits um 6.000 € verringert und damit Ihr gemeinsames Eigenkapital am Haus erhöht hat  – unter Verwendung von getrenntem Vermögen. 

Ihr Ehegatte könnte zu Recht argumentieren, dass der Gewinn aus dem Verkauf des Hauses nicht zu gleichen Teilen aufgeteilt werden sollte. Stattdessen sollte Ihr Ehepartner die 6.000 € an Eigenkapital zurückerhalten, die durch die Zahlungen während der Trennung entstanden sind..

Zusammenfassung Scheidung Haus verkaufen

Trennung und Scheidung gehen oft mit erheblichen Vermögensverlusten einher. Kluges und vorausschauendes Handeln ist geboten, eine kompetente Beratung ist wichtig. 

Eine familienrechtliche Spezialistin kann Sie von Beginn der Trennung an über zur Rechtskraft der Scheidung bis zur endgültigen Klärung der immobilienrechtlichen Verhältnisse am besten beraten. 

Es ist ein schwieriges Thema und wir hoffen, wir konnten Ihnen ein paar Tipps zur Hand geben, die diesen Prozess für Sie etwas entkrampfen wird.

FAQ

wollen Sie oder Ihr Partner bei der Scheidung das Haus nicht verkaufen? Dan kann jeder von Ihnen dem anderen seine Anteile abkaufen. Der Kaufpreis kann mehr oder weniger die Hälfte des Marktwerts betragen. Es ist abhängig je nachdem:

    1. Wie hoch das Einkommen beider Parteien ist.
    2. Welchen finanziellen Beitrag sie zur Immobilie geleistet haben
    3. Wie hoch das Ertragspotenzial des Hauses ist. 

Wer bei einer Scheidung das Haus bekommt, ist von Scheidung zu Scheidung unterschiedlich. Jedes der oben genannten Szenarien kann auf unterschiedliche Weise ablaufen, je nachdem, wie kooperativ oder eben auch nicht die Scheidung verläuft. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, die Sie in Betracht ziehen sollten, wenn Sie über die Zukunft eines Hauses verhandeln.

Möchten Sie Ihr Haus vor der Scheidung verkaufen, können die Dinge auf eine dieser drei Arten ablaufen:

    1. Ein Ehegatte bezahlt den anderen aus und behält das Haus
    2. Ein Ehegatte darf das Haus für einen bestimmten Zeitraum nutzen und bewohnen, zum Beispiel bis das jüngste Kind 18 Jahre alt wird; danach wird das Haus verkauft
    3. Das Haus wird sofort verkauft und das Eigenkapital wird aufgeteilt.