Inflation Schulden Immobilien

Inflation Schulden Immobilien – wie Sie Ihr Risiko absichern können

Im ersten Quartal 2022 waren steigende Preise für Waren und Dienstleistungen und eine Entwertung des Geldes unübersehbar. Das ist die berühmt berüchtigte Inflation. Aber wie wirkt sich diese Inflation auf Ihre Immobilien schulden aus?

Inflation ist, vor allem bei Kapitalanlegern, ein Streitthema.

Wird sie sich auf Ihre Immobilieninvestitionen auswirken?

Wird Ihr Unternehmen unter ihr leiden oder von ihr profitieren?

Es ist klar, dass die Inflation ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, da gespartes Geld konsequent jedes Jahr an Wert verliert und die Löhne nur langsam nachziehen.

Einige sind der Meinung, dass die derzeitige Inflation darauf zurückzuführen ist, dass die Europäische Zentralbank mehr Geld gedruckt hat, um die Wirtschaft über Wasser zu halten, was hauptsächlich auf die Pandemie und den Ukrainekrieg zurück zu führen sind.

Für Investoren kann die Inflation aber ein sehr gutes Instrument zum Vermögensaufbau sein und dies gilt vor allem bei Immobilien.

Was ist die Inflation?

Inflation ist dadurch gekennzeichnet, dass der Wert des Geldes sinkt, während der Wert von Produkten und Dienstleistungen steigt. Es handelt sich also um eine Entwertung des Geldes. Das bedeutet, dass für Produkte und Dienstleistungen höhere Preise gezahlt werden müssen.

Inflation auf Ihre Immobilieninvestitionen

Wenn es um Immobilien geht, sollten sich die Anleger keine Sorgen über die steigende Inflation machen. Diejenigen, die nicht davon profitieren werden, sind wahrscheinlich die Menschen, die am unteren Ende des wirtschaftlichen Spektrums stehen. Menschen, die von Ihrem Einkommen leben und dieses nicht investiert haben oder zum Selbstnutz in Ihrer Eigentumswohnung leben.

Immobilieneigentümer unterscheiden sich stark von Immobilieninvestoren. Nicht alle Immobilienbesitzer sind Immobilieninvestoren. Wenn Sie zum Beispiel Eigentümer einer Wohnimmobilie sind und Ihre Immobilie keinen Cashflow generiert, weil Sie selber darin wohnen, dann sind Sie ein Eigennutzer. 

Wenn Sie hingegen eine Mietimmobilie besitzen, die einen Cashflow generiert, dann ist diese Immobilie ein Vermögenswert und Sie als Eigentümer können als Immobilieninvestor betrachtet werden.

Inflation und Wertsteigerungen von Immobilien

Immobilienwertsteigerung und Cashflow sind die Ergebnisse, wenn Sie in wirklich lohnenswerte Immobilien investieren. Dies ist eine gute Nachricht für Investoren, da Immobilien andere Anlageklassen an Lukrativität übertreffen. 

Aber hüten Sie sich davor, Ihr Geld einfach auf der Bank zu parken. Sie wollen, dass Ihre Immobilie für Sie arbeitet und nicht umgekehrt. Immobilien sind ein stabiler Vermögenswert, der die Rezession besiegt.

Mieteinnahmen sind in der Regel inflationsgeschützt

Investoren sichern sich ab oder nutzen den Hebel, dass die Inflation ihnen helfen wird, weil die Inflation die Mieten in der Regel in die Höhe treibt. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass bei einer hohen Inflation auch die Mieten mit vergleichbarem Maße steigen. 

Damit erhöht sich wahrscheinlich auch der Cashflow, sollte die Energiekosten nicht so verrückt weitersteige, wie bisher.

Beachten Sie: Im Allgemeinen gab es in der Geschichte über einen langen Zeitraum hinweg keinen nennenswerten Rückgang der Mietkosten, also sind Immobilien ein konsequenter Inflationsschutz.

Inflation entwertet Immobilien Schulden

Inflation, Schulden und Immobilien ergänzen sich in unserer heutigen Zeit perfekt, da hier ein besonderer Effekt greift: Während die Inflation das Geld entwertet, werden auch Ihre Schulden bei der Bank weniger wert. 

Wenn Sie Ihre Immobilie also finanziert haben, was wir wegen des Hebeleffekts nur empfehlen können, haben Sie auch ohne Ihr Darlehn zu tilgen, am Ende des Jahres weniger Schulden.

Käufer, die ein Immobiliendarlehen aufgenommen haben, profitieren von den Auswirkungen der Inflation, da der Realwert der Schulden sinkt. Wie wertvoll diese positiven Auswirkungen sind, hängt von mehreren Einflussgrößen ab.

Ein wichtiger Faktor in der Beziehung zwischen Inflation und Hypothek sind die Zinssätze. Wer einen Kredit mit einem variablem Zinssatz aufgenommen hat, kommt nicht in den Genuss der Inflation, da der Zinssatz in diesem Fall an die Inflationsrate angepasst wird. Kreditnehmer, die sich Ihren Zinssatz haben festschreiben lassen, profitieren hingegen von der steigenden Inflation.

In diesem Fall sind die Zinssätze bereits im Voraus festgelegt und haben eine erwartete Inflationsrate einkalkuliert. Steigt diese stärker als erwartet, wird die Schuld entwertet. 

Aktuelle Zinssätze für Immobilienkredite sollten mit einer möglichst langen Laufzeit vereinbart werden, damit Sie die Vorteile der Geldentwertung in einen eigenen Vorteil umwandeln. Einen Kredit, mit einer Mindestlaufzeit von 15 oder mehr Jahren, ist hier ratsam. Erst danach werden die Zinsen wieder an die Inflationsrate angepasst.

Inflation Schulden Immobilien Fazit

Wer mit dem Gedanken spielt, eine Immobilie als Kapitalanlage zu kaufen, sollte seine Pläne jetzt in die Tat umsetzen. Die Inflationsvorteile beim Kauf einer fremdfinanzierten Immobilie ermöglichen es Ihnen, mit der richtigen Strategie von einem niedrigeren Schuldenwert zu profitieren. Wenn Sie eine Hypothek zu einem festen Zinssatz aufnehmen, verringern Sie den realen Wert der Schulden, insbesondere wenn Sie einen Finanzierungsvertrag mit langer Zinsbindung haben.

Käufer von Immobilien als Kapitalanlage können auch von anderen positiven Effekten profitieren. Sofern Sie mit Ihren Mietern einen indexgebundenen Mietvertrag abschließen, der sich am Verbraucherpreisindex orientiert, steigt die Miete im gleichen Maße wie der Verbraucherpreisindex.

Dadurch erhöht sich Ihr Einkommen als Vermieter, wenn die Inflationsrate ansteigt, denn Sie können die Miete erhöhen. Dies ist einmal pro Jahr möglich. Ein weiterer Vorteil, den Sie als Immobilienkäufer derzeit genießen, ist die Steigerung des Sachwerts in Zeiten der Inflation. Da die Inflation voraussichtlich weiter anhält, kann man davon ausgehen, dass der Wert von Immobilien steigen wird. Wenn Sie also jetzt die Gelegenheit nutzen, Wohneigentum zu kaufen, werden Sie auch in dieser Hinsicht profitieren.

FAQ

Allgemein kann man sagen, dass Kreditnehmer von der Inflation profitieren. Der nominale Betrag ihres Kredits bleibt zwar über den gesamten Zeitraum gleich, aber das Geld ist am Ende weniger wert. Das heißt: Sinkt die reale Schuldensumme, lassen sich Kredite somit leichter zurückzahlen.

Allgemein kann man sagen, dass Schulden zu haben gut ist.Vor allem bei einer Inflationsrate, wie jetzt gerade. Der nominale Betrag ihrer Schulden bleibt zwar über den gesamten Zeitraum gleich, aber das Geld ist am Ende weniger wert. Das heißt: Sinkt die reale Schuldensumme, lassen sich Ihre Schulden auch leichter zurückzahlen.

Allgemein kann man sagen, dass Kreditnehmer von der Inflation profitieren. Der nominale Betrag ihres Kredits bleibt zwar über den gesamten Zeitraum gleich, aber das Geld ist am Ende weniger wert. Das heißt: Sinkt die reale Schuldensumme, lassen sich Kredite somit leichter zurückzahlen.

Immobilien bieten nur langfristig einen Schutz vor der Inflation. Kurzfristig sieht es da eher Mau aus. Weder Wohn- noch Gewerbeimmobilien eignen sich in der Regel als kurzfristiger Inflationsschutz. Die Preise sind, im Gegensatz zu Aktien beispielsweise, Träge und passen sich nicht so schnell an.