Hausmeisterservice Kosten

Hausmeisterservice Kosten – nicht zu viel bezahlen!

Wer als Vermieter immer mehr Verantwortung abgeben will, kann einen Hausmeister anstellen oder einen so genannten Hausmeister-Service beauftragen. Dabei muss man als Vermieter die Kosten sehr genau im Blick haben. Ab wann Sie einen Hausmeister brauchen und was er maximal kosten darf, erfahren Sie in diesem Blogpost.

Hausmeisterservice Kosten: Aufgabenfelder

Eine genaue gesetzliche Regelung für das, was ein Hausmeister leisten muss, gibt es nicht. Inzwischen übernehmen Hausmeisterservices neben den klassischen Aufgaben eines Hausmeisters oft das Reperatur-, Garten- und Reinigungsarbeiten.

  • Gebäude- und Hofreinigung
  • Gehwegreinigung und Frostschutz
  • Müllmanagement
  • Gartenarbeit
  • Reparaturen
  • Aufzug
  • Tiefgarage und/oder Parkplatz sauber halten
  • Hausordnung durchsetzen und Verletzungen dokumentieren
  • Beleuchtung
  • Schadensmeldungen bei größeren Problemen
  • Entgegen der Erwartung der Gemeinheit, gehören die Verwaltung nicht zum Hausmeisterservice 

Ab wann lohnt Hausmeisterservice

Im Folgenden wollen wir Ihnen zeigen, ab wann Sie einen Hausmeisterservice einschalten sollten, wenn Sie Vermieter werden wollen.

  1. Unterstützung im Alter: Sobald man ein gewisses Alter erreicht ist es einfach nicht mehr möglich sich allein, um sein Haus zu kümmern. Wenn man seine Immobilie dann nicht verkaufen möchte, kann man sich von einem Hausmeisterdienst unter die Arme greifen lassen.
  2. Wenn Sie ein großes Mehrfamilienhaus kaufen oder erben und es einfach nicht möglich ist, das Gebäude selbst sauber zu halten.

Das haben Sie zu erwarten

Pauschale Angaben zu den Kosten von Hausmeisterservices sind nicht möglich, denn diese hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Dem Aufgabenbereich
  • Die Stundenzahl
  • Anzahl der Wohneinheiten
  • Grundstücksgröße
  • Gebäudeausstattung
  • Micro- und Macrolage des Gebäudes

Grundsätzlich ist sind Sie als Vermieter dazu verpflichtet einen Hausmeisterservice zu beauftragen. Das ist gegeben, wenn die monatlichen Hausmeisterkosten für eine Mietwohnung ungefähr 0,4€/qm betragen. Sind die Kosten höher, kann sich Ihr Mieter in der Regel vor Gericht gegen Sie wehren.

Der zentrale Faktor bei den Kosten des Hausmeisterservices ist hier die Nebenkostenabrechnung. Die Kosten für den Hausmeister werden am Ende ja auf die einzelnen Mieter umgelegt und gehören damit zu den umlagefähigen Betriebskosten.

Unverhältnismäßig hohe Kosten brauchen Mieter nicht zu bezahlen. Wenn Sie von Ihrem Hausmeisterservice abgezogen werden, können Sie diese Kosten nicht auf Ihren Mieter abwälzen und müssen diese dann selber tragen.

Höhe die Kosten Hausmeisterservice

Wie hoch die Kosten für einen angestellten Hausmeister oder einen beauftragten Hausmeisterservice sein dürfen, dafür gibt es keine rechtsverbindliche Regelung. Gerichte beurteilen das immer im Einzelfall nach den für den einzelnen Mieter entstehenden Kosten. Sie sind also eigentlich auf der sicheren Seite bis ein Mieter selbst den ersten Schritt macht.

Als groben Richtwert kann man die Grenze für umlagefähig Kosten aber bei 40 Cent/qm Wohnfläche/Monat sehen. Beispiel: In einem Haus mit 10 Wohnungen mit jeweils 80 m² wären bis zu 420 € monatlicher Kosten für den Hausmeisterservice. Im Einzelfall kann das je nach Situation aber noch leicht von unserem Wert abweichen.

Am Ende zählt natürlich immer, was ein einzelnes Gericht noch als zulässig und verhältnismäßig ansieht. Der grobe Richtwert von 0,50 EUR pro m² Wohnfläche pro Monat ist rechtlich nicht bindend und kann nur als erste, grobe Orientierung dienen.

Bei einem Hausmeister liegt die möglichen Stundenzahlen dann meist noch deutlich niedriger – im bundesweiten Durchschnitt verlangen diese Unternehmen Stundensätze von 30€ pro Stunde – hier muss man dann bereits sehr genau überlegen, was man seinen Mietern noch zumuten kann bzw. zumuten darf.

Setzt man diesen Richtwert allerdings an, lassen sich damit in vielen Fällen nur sehr geringe Stundenzahlen finanzieren. In sehr vielen Fällen wird das höchstens über einen steuerlich sehr günstigen Minijob.

Umlegbare Hausmeisterservice Kosten

Wichtig: Nicht alle Hausmeisterkosten sind grundsätzlich umlagefähig, sondern nur jene Kosten, die eine regelmäßige Tätigkeiten darstellen. Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten sind grundsätzlich nicht umlagefähig und müssen vom Vermieter getragen werden. 

Bei den umlagefähigen Hausmeister-Kosten sind also nur Dinge wie Treppenhausreinigung, Gartenpflege, Tiefgarageninstandhaltung und Sicherheitsüberprüfungen und regelmäßige Wartungsarbeiten eingeschlossen.

Der Hausmeisterservice übernimmt viele Arbeiten, die theoretisch auch von den Mietern selbst ausgeführt werden könnten, wie etwa den Winterdienst oder die Garten- und Treppenhauspflege. Aus diesem Grund können ja einige Kosten auf den Mieter umgelegt werden.

Dabei muss auch darauf geachtet werden, dass nur die regelmäßigen Leistungen des angestellten Hausmeisters berücksichtigt werden: auf die Mieter umgelegt werden dürfen nur solche Kosten, die auch tatsächlich regelmäßige anfallende Arbeiten betreffen. Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten muss man als Vermieter selbst bezahlen, auch in Form der entsprechenden Lohnkosten.

Unzufrieden mit Ihrem Hausmeister?

Wenn der Hausmeister seine Arbeiten nicht vertragsgerecht erledigt oder sich auf eine andere Art und Weise danebenbenimmt, sollten Sie ihn von Ihrer Hausverwaltung oder Ihrem Immobilienberater schriftlich abmahnen lassen. 

Ist nach drei Abmahnungen zum gleichen Problem keine Besserung eingetreten, sollten Sie mit den anderen Wohnungseigentümern die Hausverwaltung mit der Kündigung des Hausmeisterservices beauftragen. Damit sollten Sie dann auf jeden Fall durchkommen.

Mieter können Fehlverhalten des Hausmeisters direkt bei Ihnen, also dem Wohnungseigentümer und Vermieter, oder bei der Hausverwaltung melden.

Hausmeisterservice Kosten: Fazit

Ich hoffe wir konnten Ihnen in diesem Artikel einen Überblick darüber verschaffen, was so ein Hausmeisterservice kosten sollte. Trotz Hausmeisterdienst bleiben Ihre Pflichten als Vermieter bestehen und Sie sind weiterhin in der Haftung, sollte etwas schief gehen. Betrachten Sie eine Anstellung des Hausmeisters also nicht als Freifahrtschein, die Briefe in der Post über Ihre Immobilie zu ignorieren. Wenn sie aber mit Immobilien Geld verdienen wollen, sollten Sie einen Teil Ihrer Mietrendite reinvestieren, damit Sie mehr Zeit haben lohnenswerte Immobilien zu finden.

FAQ

Am Ende zählt natürlich immer, was ein einzelnes Gericht noch als zulässig und verhältnismäßig ansieht. Der grobe Richtwert von 0,50 EUR pro m² Wohnfläche pro Monat ist rechtlich nicht bindend und kann nur als erste, grobe Orientierung dienen.

Dies haben Gerichte bisher unterschiedlich bewertet. Als ortsüblich und damit wirtschaftlich werden von Gerichten oft Kosten bis rund 50 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat angesehen

Eine genaue gesetzliche Regelung für das, was ein Hausmeister leisten muss, gibt es nicht. Inzwischen übernehmen Hausmeisterservices neben den klassischen Aufgaben eines Hausmeisters oft das Reperatur-, Garten- und Reinigungsarbeiten.

  1. Gebäude- und Hofreinigung
  2. Gehwegreinigung und Frostschutz
  3. Müllmanagement
  4. Gartenarbeit
  5. Reparaturen
  6. Aufzug
  7. Tiefgarage und/oder
  8. Parkplatz sauber halten
  9. Hausordnung durchsetzen und Verletzungen dokumentieren
  10. Beleuchtung
  11. Schadensmeldungen bei größeren Problemen