Hausgeld bei Eigentumswohnungen

Hausgeld bei Eigentumswohnungen – So wird sie berechnet

Ein Thema, um das Sie beim Kauf einer Eigentumswohnung als Kapitalanleger oder Eigennutzer nicht herumkommen, ist das Hausgeld bei Eigentumswohnungen. In den folgenden Abschnitten möchten wir Sie genau in das Thema “Hausgeld” einführen.

Was ist Hausgeld bei Eigentumswohnungen?

Als Hausgeld bei Eigentumswohnungen werden die monatlichen Vorschüsse bezeichnet, die die Wohnungseigentümer auf der Grundlage eines festgelegten Wirtschaftsplans an die Wohnungsverwaltung zu zahlen haben.

Das bedeutet, dass die Wohnungseigentümer verpflichtet sind, die Beiträge aus dem Wirtschaftsplan und der Jahresabrechnung an die Gemeinschaft zu zahlen.

Diese Beiträge dienen der Finanzierung der Kosten und Lasten des Gemeinschaftseigentums sowie der Kosten für Instandhaltung und Instandsetzung sowie der Verwaltung, die im Außenverhältnis der Gemeinschaft anfallen.

Unterscheidung Wohngeld und Hausgeld bei Eigentumswohnungen

Oft hört man im Zusammenhang mit einer Eigentumswohnung das Wort “Wohngeld”. Die beiden Begriffe “Wohngeld” und “Hausgeld” sind identisch.

Hausgeld bei Eigentumswohnungen: Wichtige Tipps

  1. Wenn Sie eine Eigentumswohnung kaufen, sollten Sie nicht nur auf den Kaufpreis achten. Auch das sogenannte Hausgeld ist ein wichtiger Kostenfaktor. Doch was genau ist Hausgeld und welche Posten sind darin enthalten? Immobilienkäufer können sich hier über das Thema Hausgeld informieren.
  2. Ob Haus- oder Wohnungskauf: Jede Immobilie kostet Geld für den Unterhalt. Als Eigentümer einer Eigentumswohnung müssen Sie unter anderem ein Hausgeld – auch Wohngeld genannt – bezahlen. Dies ist eine Art Nebenkostenabrechnung für den Wohnungseigentümer. Es wird für die Verwaltung, Pflege und Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums verwendet.

    Das Wohngeld wird monatlich im Voraus an die Wohnungseigentümergemeinschaft, kurz WEG, gezahlt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in der Wohnung wohnen, sie vermieten oder ob sie leer steht – den monatlichen Vorschuss müssen Sie als Wohnungseigentümer zahlen.

Bestandteile des Hausgeldes

Das Hausgeld für eine Eigentumswohnung setzt sich aus verschiedenen Kostenpositionen zusammen. Zu den umlagefähigen Kosten gehören:

  • Betriebskosten – zum Beispiel für Wasser, Müllentsorgung, Treppenhaus- und Gartenpflege
  • Heizkosten und Stromkosten für gemeinsam genutzte Räume wie das Treppenhaus,
  • Kosten für den Hausmeister, und
  • die Hausratversicherung..

Nicht-Umlagefähige Kosten beim Hausgeld

Einige Kosten sind nicht umlagefähig. Diese müssen Sie als Eigentümerin oder Eigentümer selbst tragen. Dazu gehören

1. Verwaltungskosten

2. Instandhaltungsrücklagen für Reparaturen und Renovierungen zur Erhaltung der Wohnanlage..

Was ist im Hausgeld bei Eigentumswohnungen enthalten?

  • Müllentsorgung
  • Haushaltsstrom
  • Wasser und Abwasser
  • Wohngebäudeversicherung
  • Heizkosten für Zentralheizung
  • Hausmeister
  • Reinigungsdienst
  • Wartung des Aufzugs.

Höhe Hausgeld bei Eigentumswohnungen

Die Berechnung des Hausgeldes für Eigentumswohnungen erfolgt auf der Grundlage eines Wirtschaftsplans. In diesem Plan errechnet die Hausverwaltung die ungefähren Kosten pro Jahr – einschließlich der Instandhaltung und der Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. 

Die monatliche Umlage für das Hausgeld ist oft 20 bis 30 Prozent höher als die Nebenkosten, die Sie bei der Vermietung Ihrer Immobilie vom Mieter erhalten. 

Das liegt daran, dass nicht alle Posten auf ihn umgelegt werden können, sondern nur umlagefähige Betriebskosten wie Müllentsorgung und Heizkosten.

Die Umlage der Kosten kann auf verschiedene Weise erfolgen: 

1. Das Hausgeld wird von jedem Eigentümer zu gleichen Teilen bezahlt

2. der Miteigentumsanteil wird nach Quadratmetern verteilt 

3. die Kosten werden mit Hilfe eines Verteilungsschlüssels umgelegt. 

Die Höhe der Betriebskosten und damit auch des Hausgeldes wird zum Beispiel durch die Ausstattung und Instandhaltung der Wohnanlage beeinflusst. Verfügen Immobilien über Aufzüge oder Schwimmbäder, sind die Beträge für das Hausgeld dementsprechend höher. 

Dies sollten Sie vor dem Kauf einer Immobilie berücksichtigen.

Wie wird die Höhe bestimmt

Wenn Sie eine Eigentumswohnung gekauft haben, erhalten Sie einmal im Jahr eine Jahresabrechnung von der Wohnungseigentümergemeinschaft. 

Im Rahmen dieser Abrechnung wird das Hausgeld mit den tatsächlich angefallenen Kosten verrechnet. Auf diese Weise kann jeder Wohnungseigentümer entweder eine Rückzahlung oder eine Nachzahlung des Hausgeldes erwarten. 

Werden auf dem Hausgeldkonto hohe abweichende Kosten festgestellt, erfolgt oft eine Anpassung des Wirtschaftsplans für die nächste Abrechnungsperiode.

Ob die Höhe des Hausgeldes angemessen ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Auch die Größe der Eigentumswohnung sagt nichts über die Höhe der Kosten aus. Zum Beispiel, wenn eine große Grünfläche dazugehört, deren Pflege bezahlt werden muss oder ein Aufzug zum Haus gehört.

Wann muss das Hausgeld bei Eigentumswohnungen gezahlt werden?

Sie müssen das Hausgeld zu dem von der Hausverwaltung festgelegten Zeitpunkt und für einen bestimmten Abrechnungszeitraum, in der Regel ein Kalenderjahr, zahlen. 

Als Eigentümerin oder Eigentümer müssen Sie das Hausgeld zahlen, unabhängig davon, ob Ihre Wohnung bewohnt ist oder nicht. Bei der jährlichen Abrechnung des Hausgeldes werden Ihnen jedoch bei einer leerstehenden Eigentumswohnung höchstwahrscheinlich die nach dem Verbrauch berechneten Kosten zurückerstattet.

Am Ende des Kalenderjahres bzw. in der Regel nach Ablauf der Abrechnungsperiode muss die Hausverwaltung eine Betriebskostenabrechnung erstellen und der Wohnungseigentümergemeinschaft zukommen lassen. 

Hat die Hausverwaltung in ihrem Wirtschaftsplan die Betriebskosten zu hoch angesetzt oder bleibt aus anderen Gründen Geld übrig, so muss es an die Eigentümer zurückgezahlt werden.

Nach dem Wohnungseigentumsgesetz ist die Hausverwaltung verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Eigentümer das Hausgeld zum vereinbarten Zeitpunkt zahlen. 

Dazu braucht die Verwaltung eine Ermächtigung durch die Gemeinschaftsordnung. Wenn sie diese Ermächtigung hat, kann sie die Zahlung des Hausgeldes gerichtlich durchsetzen. Es ist aber auch möglich – wenn es keinen entsprechenden Passus in der Gemeinschaftsordnung gibt – die Hausverwaltung im Einzelfall durch einen Beschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft zu ermächtigen. 

Dies kann auch in einem Passus des Hausverwaltungsvertrages geregelt werden. Bleibt ein Wohnungseigentümer das Hausgeld schuldig, kann sein Anteil unter den anderen Eigentümern aufgeteilt werden. Zahlt jemand beharrlich nicht, kann ihm die Wohnungseigentümergemeinschaft seine Miteigentumsanteile entziehen, d. h. die Wohnung an jemand anderen verkaufen..

Hausgeldabrechnung

Am Ende des Abrechnungszeitraums – in der Regel ein Kalenderjahr – muss der Verwalter das Budget überprüfen. Er muss dem Eigentümer die entsprechende Hausgeldabrechnung zukommen lassen. Fachanwalt Dr. Carsten Brückner erklärt: “Aus der Hausgeldabrechnung muss genau hervorgehen, wie viel Hausgeld gezahlt wurde, ob eine Nachzahlung oder Rückzahlung fällig ist und welcher Anteil für die Instandhaltung eingegangen ist.”

Darüber hinaus muss nachvollziehbar sein, wie die Nebenkosten verteilt wurden: Dazu muss für jede Kostenposition im Wirtschaftsplan – Abwasser, Gartenpflege oder Aufzug – der Verteilungsschlüssel angegeben werden, damit der Eigentümer selbst überprüfen kann, ob sein Anteil richtig berechnet wurde.

Im Übrigen: Eigentümer müssen das Hausgeld auch dann zahlen, wenn der Genehmigungsbeschluss angefochten wurde, denn der Wirtschaftsplan ist die Grundlage für die Zahlungsverpflichtung der Eigentümer.

Hausgeld bei Eigentumswohnungen - Fazit

In diesem Blog-Post wollten wir Ihnen das Hausgeld bei Eigentumswohnungen näherbringen. Das Prinzip des Hausgeldes zu verstehen ist essenziell, wenn Sie Vermieter werden wollen, um mit Immobilien Geld zu verdienen.

FAQ

Die Berechnung des Hausgeldes für Eigentumswohnungen erfolgt auf der Grundlage eines Wirtschaftsplans. In diesem Plan errechnet die Hausverwaltung die ungefähren Kosten pro Jahr – einschließlich der Instandhaltung und der Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. Die monatliche Umlage für das Hausgeld ist oft 20 bis 30 Prozent höher als die Nebenkosten, die Sie bei der Vermietung Ihrer Immobilie vom Mieter erhalten.

Zu den umlagefähigen Kosten gehören:

  1. Betriebskosten – zum Beispiel für Wasser, Müllentsorgung, Treppenhaus- und Gartenpflege,
  2. Heizkosten und Stromkosten für gemeinsam genutzte Räume wie das Treppenhaus,
  3. Kosten für den Hausmeister, und
  4. die Hausratversicherung.

Das Hausgeld muss jeden Monat gezahlt werden, so lange Sie Eigentümer einer Eigentumswohnung in einer WEG sind.

Ja, Die Heizkosten sind im Hausgeld enthalten. Nur, wenn es eine Stromheizung gibt, kann es sein, dass die Mieter den Vertrag direkt mit dem Anbieter abschließen.