Genossenschaften Wohnungen

Genossenschaften Wohnungen – eine genaue Erklärung

Eine Wohnungsbaugenossenschaft ist eine Genossenschaft mit dem Ziel, ihre Mitglieder mit Wohnraum zu versorgen, der im Vergleich zur ortsüblichen Miete preiswert ist. Lesen Sie hier mehr über Genossenschaften Wohnungen!

Was sind Genossenschaften bei Wohnungen?

Die Wohnungsbaugenossenschaften haben das übergeordnete Ziel, kostengünstige Wohnungen für ihre Mitglieder anzubieten. 

Das Ziel der Wohnungsbaugenossenschaften ist das genossenschaftliche „Förderprinzip“. Auch vertreten sie das genossenschaftliche „Identitätsprinzip“, was dem Mieter zur Identität als Kunde und Teilhaber der Genossenschaft verhilft. 

Damit erhält er das Recht auf die Entscheidungen der Wohnungsbaugenossenschaft einzuwirken. 

Es handelt sich also um ein soziales Alternativmodell zum üblichen Vermieter-Mieter-Verhältnis und baut auf den Zusammenhalt in der Genossenschaft.

Wie ist die Wohnungsgenossenschaft als Vermieter?

Wie bei allen anderen Mietwohnungen bezahlen Sie bei einer Genossenschaftswohnung einen monatlichen Mietzins. 

Jedoch unterstützt Sie dafür auch die Wohnungsbaugenossenschaft, indem sie sich um die Verwaltung und Instandhaltung Ihrer Immobilie kümmert. 

Der Vorteil für den Mieter ist es, dass sich die Wohnungsbaugenossenschaft vor allem auf die Interessen ihrer Mitglieder konzentriert ist. Im Vergleich dazu steht bei Kapitalanlegern das monetäre Interesse im Vordergrund.

Die Genossenschaft bei Wohnungen ist ein gemeinschaftliches Unternehmen. Es hat das oberste Ziel, seine Mitglieder zu fördern und zu unterstützen. 

Deshalb ist das Handeln der Genossenschaft auf langfristigen Erfolg und nicht auf kurzfristige Gewinne ausgerichtet.

Den Mitgliedern der Wohnungsbaugenossenschaft gehören ihr Unternehmen und dessen Wohnungsbestände gemeinschaftlich. Mit dem Beitritt zur Genossenschaft erhalten Sie alle Rechte und Pflichten, die mit Gemeinschaftseigentum einher gehen.

Die Regeln in den Wohnungsbaugenossenschaften werden durch das Genossenschaftsgesetz bestimmt. 

Genossenschaften bei Wohnungen müssen dementsprechend ein ausgewogenes Verhältnis von Investitionen in den Wohnungsbau und in die Bestände und bezahlbaren Mieten erreichen. Das Satzungsziel lautet: „sozial verantwortlich“.

Die Geschichte von Wohnungsgenossenschaften

Die Idee der Wohnungsbaugenossenschaft entstand aufgrund der Wohnungsnot der Bevölkerung in der Zeit der industriellen Revolution und war einigen großen Persönlichkeiten zu verdanken. 

Aber erst die Gesetze von 1867 und 1889 ermöglichten es den Wohnungsbaugenossenschaften offiziell als Unternehmensform zu existieren und zu agieren. Die Gesetze betrafen die Genossenschaften im Allgemeinen und gaben ihnen bestimmte Vorschriften und die beschränkte Haftung. 

In der Weimarer Republik wurde 1930 die Gemeinnützigkeitsverordnung beschlossen. Dies sorgte dafür, dass Wohnungsbaugenossenschaften als gemeinnützig anerkannt wurden und somit für staatliche Förderungen in Frage kamen.

Die Wohnungssituation dieser Zeit war so schlimm, dass in den Städten drohte, eine Epidemie und andere Unruhen auszubrechen.

Erst die Einführung des Genossenschaftsgesetzes vom 1. Mai 1889, ermöglichte die Gründung von Genossenschaften mit beschränkter Haftungspflicht, ein wesentlicher Aspekt insbesondere für Wohnungsbaugenossenschaften, die einen im Verhältnis zu anderen Genossenschaftstypen sehr hohen Kapitalbedarf hatten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden dabei verschiedene Typen von Wohnungsbaugenossenschaften, die bis heute noch bestehen.

Genossenschaften bei Wohnungen aktuell

Die Anzahl der Genossenschaften ging bis zum Jahr 2000 zurück. Ab da kann man von einem Boom der Wohnungsbaugenossenschaften sprechen. 

Vor allem in den Ballungsgebieten ist genossenschaftliches Bauen wieder im Trend. So schließen sich mehrere Parteien zusammen, um den Bau eines Quartieres oder Mehrfamilienhauses zu stemmen. 

Es passiert immer häufiger, große und kleine Immobilienunternehmer sich zusammenschließen, um größere Projekte zu stemmen. 

Die Zusammenarbeit zwischen Wohnungsgenossenschaften bei der Bebauung und Entwicklung von Flächen, insbesondere in den Metropolen ist nötig geworden. Hiermit wird den Markt reguliert und gibt es kein Problem im Wohnungssektor entstehen zu lassen. 

Auch heute noch haben Genossenschaften bei Wohnungen in Deutschland einen großen Einfluss auf den Immobilienmarkt. Es gibt ca. 2 Millionen solcher Wohnungen in der Bundesrepublik und sie geben ungefähr fünf Millionen Menschen ein zu Hause. 

Jede zehnte Mietwohnung gehört zu einer Genossenschaft und bei der derzeitigen Attraktivität des Models kann man von weiterem Wachstum ausgehen.

Die größte Wohnungsbaugesellschaft in Deutschland

Die WG Aufbau Dresden war bereits in der DDR die größte Wohnungsgenossenschaft. Sie wurde gegründet, um eine ganze Reihe sogenannter Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften zusammen zu schließen. 

Die Wohnanlagen der WG Aufbau Dresden liegen nahe am historischen Stadtzentrum zwischen Elbe und Großem Garten. 

Auch nach der Wiedervereinigung hat die WG Aufbau Dresden ihren Spitzenplatz bei den deutschen Wohnbaugenossenschaften behalten. Man geht davon aus, dass über 17.000 Wohnungen zu dieser Genossenschaft gehören.

Auch die zweitgrößte Genossenschaft bei Wohnungen kommt aus einem der neuen Bundesländer. Nach in Dresden ist die WBG Kontakt der größte Wohnungsanbieter in der alten Messestadt Leipzig. 

Die Genossenschaft versteht sich aber nicht nur als reiner Wohnungsdienstleister, sondern auch als Anbieter für soziale und medizinische Dienste. Die Anzahl der Wohnungen wird auf 15.600 geschätzt.

Genossenschaften Wohnungen Fazit

Genossenschaften arbeiten nicht gewinnorientiert. Erwirtschaftete Überschüsse werden in die Erhaltung und Modernisierung der Bestände, in den Neubau und in den Ausbau der Service-Angebote investiert. 

Über den Kurs der Genossenschaft kann jedes Mitglied gleichberechtigt mitbestimmen: Die demokratische Organisation von Genossenschaften gewährleistet, dass stets im Sinne der Mitglieder entschieden und gehandelt wird. 

Unserer Meinung nach sind Genossenschaften bei Wohnungen tolle soziale Institutionen. 

Sie sind nicht nur Teil der deutschen Geschichte und der Arbeiterkultur, sondern entlasten den Wohnungsmarkt in Krisenzeiten und bilden damit eine Säule für unser Wirtschaftssystem. 

Wir hoffen Ihnen konnte unser Blog Post über Wohnungsbaugenossenschaften helfen, sich ausreichend über das Thema zu informieren. Vielleicht möchten Sie ja jetzt sogar in eine eintreten.

FAQ

Schnell kommt man an eine Genossenschaftswohnung nur in absoluten Ausnahmefällen. Eine Wohnungsbaugenossenschaft ist eine Genossenschaft mit dem Ziel, ihre Mitglieder mit Wohnraum zu versorgen, der im Vergleich zur ortsüblichen Miete preiswert ist. Lesen Sie hier mehr über Genossenschaften Wohnungen!

Wie bei allen anderen Mietwohnungen bezahlen Sie bei einer Genossenschaftswohnung einen monatlichen Mietzins. Jedoch unterstützt Sie dafür auch die Wohnungsbaugenossenschaft, indem sie sich um die Verwaltung und Instandhaltung Ihrer Immobilie kümmert. Der Vorteil für den Mieter ist es, dass sich die Wohnungsbaugenossenschaft vor allem auf die Interessen ihrer Mitglieder konzentriert ist. Im Vergleich dazu steht bei Kapitalanlegern das monetäre Interesse im Vordergrund. Die Genossenschaft bei Wohnungen ist ein gemeinschaftliches Unternehmen. Es hat das oberste Ziel, seine Mitglieder zu fördern und zu unterstützen. 

Es handelt sich also um ein soziales Alternativmodell zum üblichen Vermieter-Mieter-Verhältnis und baut auf den Zusammenhalt in der Genossenschaft.